Nancy Rahn: Der Atem – in der Bibel, im Alten Orient und für uns
Es ist eigentlich etwas ganz Einfaches und Lebensnotwendiges. Nur nehmen wir es im Alltag häufig nicht genug war: das Ein- und Ausatmen. Es ist ein Zeichen unser Zeit, dass wir uns ständig «ausser Atem» fühlen. Atem-Therapien und Atem-Schulen, Meditationskurse rund um’s Atmen versprechen da Besserung. Manchmal zu Unrecht, manchmal aber auch zurecht.
Helfen kann auch ein Blick in die Bibel. Denn hier finden sich viele Texte, die von der lebensschaffenden und spirituellen Kraft des Atems erzählen. Durch ihn werden die Menschen erst zu lebendigen Wesen, verbinden sie sich mit anderen Menschen, überhaupt mit allen Geschöpfen und mit dem Schöpfer.
Mit Nancy Rahn vom Institut für Altes Testament an der Universität Bern spreche ich über solche biblische Vorstellungen, aber auch über Vergleichbares aus den anderen Kulturen des Alten Orients – vor allem Ägypten und Mesopotamien – sowie darüber, was diese Texte uns heute zu sagen haben und wie sie uns helfen könnten, endlich «aufzuatmen».