Draussen mit Claussen: ein RefLab-Podcast

Draussen mit Claussen: ein RefLab-Podcast

Die Kultur der Gegenwart ist voller Religion

Transkript

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00:00:05: Nach draußen mit Klausen.

00:00:05: Einen Podcast von Johann Henrich Klaussen über Kultur und Religion.

00:00:13: Reflab!

00:00:18: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Draußen mit Klaussen, ich bin Johann Henrig.

00:00:23: Klauson evangelischer Theolobe und Auto und leite das Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland.

00:00:31: Regelmäßig lade ich Menschen in meinen Podcasts ein die gerade einen Buch veröffentlicht haben Aber heute mache ich das mal andersrum.

00:00:40: Heute nämlich bin ich zu Gast bei jemandem, der gerade an einem Buch arbeitet, dass ich sehr interessant finden würde von dem er aber sagt und eingesteht, dass er dieses Buch eigentlich gar nicht hätte schreiben können.

00:00:55: Also wir führen heute ein Gespräch über einen Buch, das geschrieben wird obwohl es vielleicht unmöglich ist... bei Markus Zwitte, er lehrt Altes Testament in der evangelischen Fakultät an der Humboldt-Universität zu Berlin.

00:01:11: Schön dass ich heute bein sein darf!

00:01:13: Ja ganz herzlichen Dank für die Einladung an diesen interessanten Format mitzuwirken.

00:01:19: und vielleicht noch zu meiner Person Ich bin evangelischer Theologisch, auch ordinate Pfarrer und Universitätsprädiger hier in Berlin.

00:01:29: Von meinen Schwerpunkten beschäftige ich mich vor allem mit der Literaturgeschichte des Alpen Testamentes und das führt vielleicht schon in die Richtung, über die wir uns dann näher austauschen wollen.

00:01:41: Genau!

00:01:42: Um die Literatur-Geschichte soll es gehen?

00:01:44: Gleich aber eine kurze Frage als kleiner Wachmacher... Was war Ihr letztes kulturelles Erlebnis?

00:01:55: Ich fasse den Begriff der Kultur sehr weit und beziehe mich jetzt nicht nur auf Oper oder Konzert, sondern bin ein großer Freund von Western, also von westernen Filmen.

00:02:09: Und schaue mir Western der Fünfziger, der Sechziger Jahre aber auch der Gegenwart an und bin begeistert von der Serie Yellowstone.

00:02:18: Die habe ich sogar zum Teil gesehen jedenfalls die erste Staffel!

00:02:23: Jetzt geht es um etwas ganz anderes.

00:02:25: Es geht darum, dass sie an einer Literatur-Geschichte des alten Testaments arbeiten.

00:02:30: Das heißt an einer Geschichte

00:02:33: der Texte

00:02:34: – also nicht der Religionsgeschichte oder wie das tatsächlich gewesen ist mit David und Salomo, sondern an der Geschichte der Bücher des alten Testamentes.

00:02:47: Und zugleich haben Sie mir schon mal erzählt, deshalb bin ich bei Ihnen, dass man das eigentlich nicht machen kann.

00:02:54: Also eine solche Literaturgeschichte seit Testament schreiben.

00:02:57: Bevor wir darüber reden warum das nicht geht, erzählen sie nochmal, warum Sie und das Machen Sie nicht alleine sich an dieses Vorhaben gemacht haben?

00:03:08: Ja es ist dann sicher ein Programm was schon ins neunzehnte Jahrhundert zurückragt in die Zeit, da in den verschiedensten Geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen Nationalliteraturgeschichten verfasst wurden.

00:03:26: Und in diesem Zusammenhang kam auch die Idee auf eine Nationalgeschichte der Hebräischen Literatur zu schreiben Und erste Versuche wurden dann seit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vorgelegt, aber sie blieben zum Majespain solitär.

00:03:44: Dann mit der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert hat einer der bedeutendsten Alttestamentler und Religionsgeschichte Hermann Gunkel eine programmatische Rede veröffentlicht vom Bedürfnis einer Literaturgeschichte des Alten Testamentes.

00:04:02: Dahinter verbirgt sich die Idee die Altersdermännchen Texte in ihrer literarischen Genese darzustellen, in ihrer Ausformung der Gattungsgeschichte und der verschiedenen traditionsgeschichtlichen Vorstellungen, die hinter den einzelnen Büchern stehen.

00:04:20: Und das Interessante ist, dass Gunkel dieses Programm skizziert hat – auch noch einmal in einer großen Enzyklopädie zur Kulturgeschichte der Menschheit -, umgesetzt hat.

00:04:36: Das ist ja der Klassiker, der Wegweiser weiß den Weg aber er geht ihn nicht.

00:04:41: das finde ich interessant.

00:04:44: Wusst ihr eigentlich schon darum dass dieses Programm vielleicht gar nicht umsetzbar ist oder waren es Zufälle die ihnen daran gehindert haben dass er nicht die Zeit gefunden hat?

00:04:54: Ja, also wahrscheinlich beides.

00:04:57: Zum einen war er ja tätig als Kommentator und hat nicht nur einen der wichtigsten Genesys-Kommentare des zwanzigsten Jahrhunderts vorgelegt sondern auch ein der bis heute wichtigen Salmenkommentare.

00:05:11: Also die analytische Arbeit auf der einen Seite hat ihn gebunden Auf der anderen Seite hat er vielleicht selbst auch geahnt dass die Analyse des Textes immer das Erste ist, bevor die Synthese kommt.

00:05:27: Und die Literaturgeschichte setzt nun die Analyse aller alttestermännlichen Bücher voraus und ich selbst habe mit den Kollegen, mit denen ich dieses Projekt verfolge, die Idee dass wir uns nicht nur auf die alttestermanchen Bücher konzentrieren sondern auch auf die gesamte literarische Überlieferung des antiken Israels.

00:05:52: Und also das heißt eben nicht nur die Texte, die jetzt im Kanon... Das gibt es eine gewisse Abweichung aber eigentlich ist das jüdische Christlich ziemlich dasselbe.

00:06:01: Diese Dienen in Kanon aufgenommen worden sind sondern Texte die auch drum herum sind sogenannte Apokryfen.

00:06:08: oder gibt's da noch mehr?

00:06:10: Ja!

00:06:11: Also es gibt viel, viel mehr.

00:06:14: Die Texte ,die in den so genannten Kanonen aufgenommen wurden umfassen nur einen Bruchteil israeletisch-jüdischen Schriftthoms.

00:06:25: mutmaßlich war es viel, viel mehr für die älteren Epochen.

00:06:30: Also für die Zeit da Literatur in Antiken Israel anfängt.

00:06:34: das wird's heute in der Mitte des neunten Jahrhunderts und dann des achten Jahrhunters gesehen.

00:06:41: Da sind die außerbiblichen Texte noch sehr sperrlich

00:06:46: Aber nicht erhalten.

00:06:47: Die sind schlichtweg nicht erhalten, weil auf Papyrus geschrieben wurde oder auch auf Leder gegensatz zur Kalschriftliteratur die Jahrhunderte und Jahrtausende überdauert haben.

00:07:01: Aber für die späteren Zeiten dann für die Babylonische Persisch- und vor allem für die Hellenistische Zeit ist ein Vielfaches-Anschrifttum erhalten, was allerdings nicht in den masoretischen Kanon also in jüdischen Kanonen der im Anführungszeichen von der Schulrichtung der Pharisäer erstellt wurde eingegangen ist sondern nur überlebt hat weil es in griechischen Handschriften dann von der Kirche und auch in anderen Ostsprach, Miserisch oder Kopptisch in einzelnen Kirchen tradiert wurde.

00:07:38: Es wird in diesem Gespräch noch ein paar Mal passieren, dass ich sage aber das habe ich im meinem Studium noch ganz anders gelernt.

00:07:44: Beziehungsweise davon hab ich hier in meinem Studiums nur auch schon ein paar Jahrzehnte zurück noch nie gehört.

00:07:52: und auch wenn... Ich habe in den Achtziger Jahren die Theologie studiert.

00:08:00: Da wusste man schon um historisch kritische Forschung.

00:08:03: Aber es war doch im Vergleich zu dem was ich jetzt meine Warnzunehmen noch alles sehr geordnet.

00:08:09: Und die Vorstellung, man könnte nacherzählen wie eben also erstens der Kanon entstanden ist und wie diese Bücher darin entstanden sind.

00:08:19: Das hat sich ziemlich aufgelöst.

00:08:21: da kommen wir gleich drauf.

00:08:22: aber vor allen Dingen auch der Blick auf das außerbiblische Schriftum muss ich doch massiv erweitert haben.

00:08:27: Ich habe das nur nochmal zum Vergleich wahrgenommen in der biblischen Archäologie.

00:08:33: was jetzt lesen kann, ist noch mal was ganz anderes als das, was ich zu meinem Studium habitulieren können?

00:08:42: Ja.

00:08:42: Das hängt natürlich mit bestimmten Textfunden und archäologischen Funden zusammen aber es hängt auch mit einer Verschiebung dessen, was man unter einem heiligen Text versteht.

00:09:01: Zum einen... ist das, was wir an antiken Texten außer bibischen Texten kennen viel mehr als vor einigen Jahrzehnten.

00:09:11: Also die Vergleichsmasse hat ungeheuer zugenommen.

00:09:15: zum anderen hat die Fokussierung auf die kanonische Texte

00:09:23: In der Bibel sind.

00:09:24: Ja, also auf die Bücher, die zwischen den zwei Deckeln beispielsweise einer Luther-Bibel versammelt sind hat die Fokussierung auf den Kanon, der ja eine dogmatische Größe ist, einer Aufbrechung der Kanonsgrenzen Platz gemacht.

00:09:43: Das heißt wir sehen dass es sehr viel mehr heilige Texte gab die tatsächlich in unterschiedlichen jüdischen und dann auch später christlichen gemeinten in Gebrauch waren, dies aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geschafft haben kanonisch zu werden.

00:10:03: Und die Wissenschaft hat sich sehr lange eigentlich bis in die neunzehntachtiger Jahre muss man sagen darauf konzentriert die kanonischen Texte also eine Textauswahl die dogmatisch vielen Fällen auch liturgisch bestimmt ist zur Grundlage der religionsgeschichtlichen und theologie geschichtlichen Rekonstruktion zu machen?

00:10:27: Also, was in die Bibel kommt wurde eben festgesetzt von Synoden oder vergleichbaren Runden im Judentum.

00:10:36: Und aber auch litugisch durch den Gottesdienstlichen Gebrauch.

00:10:40: Die Texte, die im Gottesdienste gelesen gesungen wurden, waren es dann.

00:10:45: Wenn Sie uns nur einen kurzen Einblick geben, was eigentlich da so drin ist.

00:10:51: Dann würde ich Sie fragen... Was sind denn das für Texte und was für eine andere Art von Frommigkeit, Theologie, Religiosität haben?

00:10:59: Die ich meine gelernt habe und gehört zu haben, dass viele apokalyptische Texte dazugehört haben im Judentum die ausgeschieden sind an dieser apokalyptischen Linie gibt es doch andere Textsorten oder religiöse Genres, die da außerhalb des Karn und jetzt wieder neu gefunden worden sind.

00:11:19: Ja also man kann sich ja ein ganz schönes Bild machen an den Schriftfunden, die seit nineteenundvierzig folgende Jahre in Kumran unter dem Totenmeer gefunden wurden.

00:11:31: Also wenn man bei einer bis heute vertretenen These bleibt dass die Schrift-Funde von Kumran eine Art Bibliothek darstellen dann hat man in dieser Bibliothek sehr viele Texte, die nicht in die Hebräische Bibel oder Aramellische Bibeln und auch nicht in Übersetzungen dann in die Krischische Bibels aufgenommen wurden.

00:11:53: Und die den unterschiedlichsten Gattungen angehören.

00:11:55: Es sind also nicht nur apokalyptische Texte sondern es sind auch weißheitliche Texte.

00:12:00: Also Texte die ähnlich funktionieren wie das Buch der Sprüche oder wie das Sierachbuch, die nun kanonisch oder deutrokanonisch wurde.

00:12:09: Es sind aber auch weisheitlich esoterische Texte da.

00:12:13: Beispielsweise Weisheiztexte, die davon ausgehen, dass eine kleine Gruppe um das Geheimnis des Geworbenen oder das Geheimnis des Seins weiß.

00:12:24: Oder es sind besondere Kommentare dort gefunden worden.

00:12:30: Das heißt Auslegungen biblischer Bücher.

00:12:34: Dort kann man schon so etwas ablesen wie Autorität einzelner Schriften, dann aber auch sehen dass eine ganz bestimmte zeitgeschichtliche Auslegung von Texten vertreten wurde.

00:12:47: Oder man hat bestimmte kultische Texte oder mich besonders faszinierend sind liturgische Text die himmlische Liturgin abspiegeln

00:12:59: Wie die Engel

00:13:02: in verschiedenen Klassen einsortiert sind, mit einzelnen Namen und in den sieben Himmeln jeweils über bestimmten Tageszeiten Gebete sprechen.

00:13:13: Texte wie sie interessanterweise im orthodoxen Christentum weiter tradiert wurden und dort wurde unendlich Liturgie gefeiert wird.

00:13:24: Beispielsweise in den Klöstern auf dem Tagartos begegnet so etwas in christlicher Transformation wieder.

00:13:30: Es sind narrative Texte gefunden worden, also erzählende Texte die den Stoff von Abraham und Sarah mit vielen weiteren Geschichten versehen beispielsweise ein sogenanntes Gännesis-Apogrefon was lang und breit die Schönheit der Sahra beschreibt.

00:13:47: In welchem Alter dann, wo sie das Kind bekommt?

00:13:50: Über achtzig

00:13:50: oder ... Ja, die Vorstellung ist natürlich dass sie als junge Frau dort gezeichnet wird.

00:13:58: Oder Noah wird geboren als ein Wunderknabe, der schon als Kind über besondere Weisheit verfügt.

00:14:04: also es sind Texte allerlei Gartungen zählender Hart doxologische Art, weisheitliche Art und die nicht nur als parabiblisch oder biblische Relektür zu betrachten sind sondern die teilweise zeitgenössisch zu den Texten entstanden sind.

00:14:24: Die im Masoretischen also im jüdischen Kanon aufgenommen wurden.

00:14:30: und dieses Material muss eben mit in eine Literaturgeschichte aufgenommen werden.

00:14:35: Also das ist glaube ich die erste Schwierigkeit, wo sie stehen.

00:14:38: Die Fülle des Materials und dann das Leitbild muss in eine Linie hineinkommen, die irgendwie einheitlich ist.

00:14:46: Ich fand noch mal interessant am Anfang den Hinweis von Ihnen dass diese Grundidee an der Literaturgeschichte des alten Testament zu schreiben eigentlich im Grunde aus dem frühen Jahrhundert stammt als parallele zu nationalen Literaturgeschichten der deutschen Literatur und der französischen, wo wir heute wahrscheinlich auch sagen würden.

00:15:07: das geht jetzt so nicht mehr.

00:15:08: Also alles die Füllungsmaterialdiversität war immer schon von Anfang an vielmehr als wir gedacht haben.

00:15:14: Die zweite Schwierigkeit die haben sie gerade angedeutet.

00:15:18: So jedenfalls stelle ich mir das vor dass man, wenn wir eine Literaturgeschichte schreiben wollen.

00:15:22: Man jetzt nicht nur ein riesiges Feld von Texten irgendwie organisiert und irgendwie auch schreibend bändigt in einen Buch bringt sondern das man auch nachvollziehen kann wie diese Texte entstanden und gewachsen sind.

00:15:36: nun habe ich da wieder mal auf früher zurück zu kommen wo die Welt einfacher war hab ich zum Beispiel gelernt bei den großen Geschichtsbüchern am Anfang der Bibel also Voran in das erste Buch, Mose mit den ganzen bestimmten Geschichten.

00:15:52: Aber haben nur und so weiter... Da gab es noch vier.

00:15:59: Da wurde mir erzählt, aber es gibt so vier Grundschichten.

00:16:04: Da ist der Jachwist, da kommt immer der Gottesnamen-Jachwister, da ist er der Elohist.

00:16:08: Da steht mal Elohim, also Gott ohne jetzt einen Namen.

00:16:12: Wo da war schon Fragen wie ob's den gibt?

00:16:14: Dann gibts die Priester Schrift und dann gabs darüber eine deutronomistische Redaktion.

00:16:18: Und dann haben wir gelernt, wie man einzelne Kapitel gerade die Mosegeschichte bot sich dafür an wo man Fers für Fers herausfinden kann zu wem was gehört.

00:16:29: Inzwischen aber habe ich gehört dass all diese Herren Jachfest Elohist Priester und die deutronomistische Redaktion dahingeschieden ist oder von bildfülligen Exegeten niedergemacht worden sind.

00:16:41: gibt es das eigentlich sowas noch?

00:16:43: Oder muss man sagen dass es heute kaum mehr möglich ist eine Entstehungsgeschichte der einzelnen Bücher so nachzuerzählen, wie ich jetzt noch gelernt

00:16:54: habe.

00:16:55: Ja also Sie haben das Modell der sogenannten Urkundenhypothese eben nochmal in Erinnerung gehofen was ja auch letztlich ins achzehnte Jahrhundert zurückgeht und daran seinen Anhaltspunkt hat die biblischen Texte literarisch nicht aus einem Guss sind, sondern dass es so markante Stilunterschiede, Sprachunterschieden und Vorstellungsuntersiedel gibt das mit unterschiedlichen Autoren oder Schichten zu rechnen ist.

00:17:30: Und die gegenwärtige Forschung hat die Urkundenhypothese weitestgehend aufgegeben.

00:17:37: Es gibt nach wie vor Vertreter der Urkundehypothese die sogenannte Schule der New Documentarians in Nordamerika, die von einem jüdischen Bibelwissenschaftler begründet wurde und die praktisch nochmal vor den großen Vertreter der Urkonnypothese, vor Julius Wellhausen zurückgreifen möchte.

00:18:00: Und sagt das war alles ganz einfach!

00:18:02: Wir haben wie bei den Evangelien vier Autoren, die dann addiert wurden.

00:18:10: Man kann ihn Jachwisten, Eloisten, Priesserschrift und Deutronomisten nennen.

00:18:14: Aber das ist eher ein Seitenstrang.

00:18:16: die gegenwärtige Forschung kehrt in gewisser Weise zu Wellhausen zurück, indem sie sagt der Jachvist is literarisch nicht einheitlich!

00:18:28: Für Wellhausn war der Jajvist immer eine Art Schule-JI-JII-JIII.

00:18:36: Auch der Elohist war bei Wellhausen sehr ausdifferenziert.

00:18:41: Erst nach Wellhausern kam es dann vor einem Jahr von Rad in den neunzer dreißiger, vierziger, fünftiger Jahren dazu diese Größen j?

00:18:51: e als einzelne Autoren zu verstehen.

00:18:55: Das war der Julius Welthausend.

00:18:57: nochmal zur Erklärung einer der ganz großen Wissenschaftler im alten Testament, aber auch in anderen seemitischen Sprachen und Kulturen.

00:19:08: Das Ausgehen der neunzehnten Jahrhunderts, der große Revolutionär im Grunde des alten Testaments, der sah das relativ ... Der war ja ein ganz... Er war nicht unfromm, aber er war undokmargenunkirkeli und er war auch relativ ehefurchtslos und nüchtern und der hat eben so verschiedene Texte Wie soll man sagen, Textusen oder Form gefunden?

00:19:34: Und das wurde nachträglich dann vereinheitlich nach dem Bild von etwas was ja eigentlich vor Julius Wellhaus war.

00:19:43: Dieser Geniekult der Romantik!

00:19:45: Der geniale Autor.

00:19:47: Er taucht wieder nach Wellhausen auf.

00:19:52: Das

00:19:54: ist zum Teil... schon in den zwanziger, dreißiger Jahren da kommt dann aber in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:20:04: Meine Erklärung ist da, man wollte einfache Modelle haben als sie bei Wellhausen vorhanden waren.

00:20:12: Wellhausin hatte auch beispielsweise abgelehnt eine Literaturgeschichte zu schreiben mit dem einfachen Dickdom das er sagte.

00:20:19: die Analyse hat immer den Vorrang vor der Synthese.

00:20:24: Also er hat Unterschiede zwischen Literargeschichte und Literaturgeschichte.

00:20:29: Was

00:20:29: ist denn hier?

00:20:30: Literar-Geschichte meint, ich kann bei einzelnen Texten Wachstum Entstehung Schichtung zeigen.

00:20:38: also Ich kann bei einem einzelnen text zeigen wie er relativ gewachsen ist.

00:20:44: die literaturgeschichte Versucht jetzt aber das relative wachstums zeitgeschichtlich zu korrelier Das heißt, für jede einzelne Schicht eine zeitgeschichtliche Situation zu finden und gleichzeitig zu sagen wie im Lichte der Fortschreibung die ältere Textstufe sich verändert hat.

00:21:07: Also Wellhausen ist der große Analytiker und sagt auch Die Texte und unser Wissen über die Texte erlaubt letztlich nicht die synthetische Literaturgeschichte.

00:21:19: Ja, dann hat die Analyse die Synthese unmöglich gemacht oder aufgelöst.

00:21:23: Also man kann zwar bei Texten und Büchern wie zu spiel zum Beispiel im ersten Moment bestimmte Schichtungen nachvollziehen vielleicht sogar wie ich das noch gemacht habe im Alt-Tester mit dem Polsiminar in der Simflutgeschichte kann man sehr gut nachts vollziehen, was da so wie sich die Geschichte beim Schreiben offenkundig entwickelt.

00:21:43: Man kann aber nicht mehr sagen und das ist jetzt unter Salomo geschrieben worden und dass es im Exil geschrieben wurden.

00:21:50: Und dann wird eine Literaturgeschichte unmöglich.

00:21:52: ja dir den Anspruch ein Gesamtbild darzustellen.

00:21:56: Nun verbindet sich diese Frage nach dem Wachstum der Texte, dem literarischen Jahr mit der Frage Zeitgeschichtlichen Einordnung, und da komme ich wieder auf meine alte Studienerfahrung zurück.

00:22:10: Erinnere ich mich noch, in den vergangenen Jahren immer noch einen erbitterten Kampf zwischen dem Spät- und Frühdatieran.

00:22:16: Also denjenigen Theologen die das Bedürfnis hatten aber auch Argumente so meinten sie jedenfalls bestimmte Texte relativ weit nach vorne zu schieben also an einen Ursprung sozusagen.

00:22:32: Und das verbindet sich ja bei uns Produzenten immer mit der Vorstellung, dass es dann besonders rein und authentisch ist.

00:22:37: Und andere, die da immer querschossen und sagten, ne gibt's gar nicht!

00:22:41: Das ist alles spät und das ist auch alles nicht authentisch.

00:22:45: Ist dieser Streit zwischen Spät- und Frühter-Tierern den ich noch so wahrgenommen habe als Student Gipschen noch oder ist die Schlacht geschlagen?

00:22:53: Ja, also es gibt nach wie vor Differenzen in der Frage der zeitgeschichtlichen Ansetzung.

00:23:02: Es wird kaum mehr in der europäischen Forschung davon ausgelangt, dass im zehnten Jahrhundert bereits größere Literatur produziert wurde.

00:23:13: Also die ältere Forschung auch bis in den neunzeltsatzebziger Jahre war der Bezeugung, es gab in Jerusalem am Salomonischen Hof Weise, die dann entsprechend Literatur produziert haben.

00:23:28: Das hat sich etwas verschoben.

00:23:30: also die Anfänge von Literaturwertung und hebräischer Literatur-Wertung sieht man im neunten und dem achten Jahrhundert.

00:23:39: Die Frage ist wie viel dort schon?

00:23:42: verordnet wird.

00:23:43: Und da gibt es Tendenzen eher mehr oder weniger zu verordnen, es wird nicht bestritten dass es im neunten und achten Jahrhundert Literatur in Israel und in Judagab.

00:23:56: das passt zum Bild der Inschriften.

00:24:00: die machen einen starken Aufschwung im achten jahrhundert.

00:24:07: Das passt auch beispielsweise zu den Prophetenbüchern die namentlich ihrer Überschriften ins achte Jahrhundert gehören, wie beispielsweise Yisayam oder Hosea.

00:24:21: Und das wäre vor der Eroberung des Nordreichs sieben

00:24:26: bis zweiundzwanzig?

00:24:29: Da kommt man jetzt in einen Disput.

00:24:32: anfänge beispielsweise der Unheilsprophetie Israels.

00:24:37: Wenn der Muntergang Israels angekündigt wird, ist das dann vor der Eroberung des Nordreis?

00:24:45: Also Israel ist durch Yassirah siehundertzwanzig inundzwanziger oder ist es postfestum danach.

00:24:52: An drum herum

00:24:53: würde es sein.

00:24:54: Um dieses Umfeld dürften die Anfänge beispielsweise einzelner Prophetin Hoseas oder Jesaias seien.

00:25:02: Und gleichzeitig hat man eine Begrenzung, was sogenannte Spätdatierung, anbelangt mit der Übersetzung eines der Texte ins Kirchische und natürlich über Handschriftenfunde die sich aufgrund des Schrifttypsten das Material statieren lassen.

00:25:20: Sodass man als grobes Raster sagen kann Hanfänge der Literatur Israels Anfänge der Hebräisch-Nitratur im neunten Jahrhundert, dann erste Blüte im achten Jahrhundert und die jüngsten Texte im dritten und zweiten Jahrhunder vor Christus.

00:25:42: Was ich wenn man mal ganz undokmatisch betrachtet leuchtet mir sofort ein dass man da das ist eine langer Atembergeschichte der David.

00:25:51: Und warum soll alles ganz spät passiert sein?

00:25:54: Das muss sich ja langsam entwickelt haben, das wird vor Stufen gehabt und die können dann bis ins achte Jahrhundert vielleicht in Teilen erst mündlich tradiert und dann aufgeschrieben im neunzehnte Jahrhunderte gehen.

00:26:06: Das ist eine lange Tradition der Textwerdung.

00:26:10: wie das vorzustellen ist auch kommen wir gleich.

00:26:13: Zugleich hat ja hier der Atem der Geschichte nicht ruhig ein und aus geatmet, sondern war ja geprägt von massiven Veränderungen.

00:26:23: Traumatischen Erfahrungen also siebhundertzwanzig-einzwanzigs die Vernichtung Eure Oberung des Nordreises durch die Asführer und dann fünfhundertsiebenachzig von Jerusalem durch die Babylonien.

00:26:36: so richtig zwei muss man sagen traumatische Erlebnisse.

00:26:41: Merkt man das den Texten an?

00:26:43: Also einerseits denkt man ja im alten Orient traditionelle Gesellschaft, da wird viel weiter gemacht wie es vorher gemacht hat und dann gibt's aber diese Einschnitte.

00:26:53: Kann man das literaturgeschichtlich nachvollziehen?

00:26:58: Ja, an einzelnen Texten.

00:27:00: Es gibt Texte die sich schwerer zeitgeschichtlich korrelieren lassen also weisheitliche Texte beispielsweise wenn man an das Buch der Sprüche denkt dann ist da eine Art überzeitliche Wahrsatz.

00:27:14: Alltagswissen

00:27:15: auch zum Beispiel?

00:27:16: Alltagswissen, Jahren, Familienwissen und Schulwissen.

00:27:20: Und da kann man dann eher Datierung vornehmen aufgrund von Sprache, Stil oder Vorstellungswelt.

00:27:27: aber es gibt eben auch Texte die explizit auf Zeitgeschichtserfahrungen reagieren.

00:27:34: Da gehören beispielsweise die Klagerlieder Iremias dazu eine kleine Sammlung fünf hochpoetischen Texten, die sich mit dem Untergang Jerusalems beschäftigen.

00:27:46: Da ist dann die Frage der großzeitige Abstand zu Staat und Land ist.

00:27:55: Aber da kann man sehr deutlich sehen, dass wir haben den Begriff des Traumers gebraucht wie das verarbeitet wird.

00:28:01: oder auch beim Propheten Ezeche kann man sagen die ältesten Texte im Ezechelbuch setzen sich sicher mit der ersten Eroberung Großalems schon fünfundundneinzig auseinander.

00:28:11: Und dann gibt es wieder Texte die sich diesem eben entziehen.

00:28:16: Einst eine Psalmen beispielsweise Klage Gebete eines einzelnen Die in einer persönlichen Notsituationen gründen können in den unterschiedlichsten Epochen gesprochen sein.

00:28:29: Mein

00:28:30: Gott, mein Gott!

00:28:30: Warum hast du mich verlassen?

00:28:32: So zum Beispiel

00:28:33: kleine Korrektur nicht drum sondern wozu ein Philologen streit wie das hebräische Wort Lama zu übersetzen sei.

00:28:49: Ich bin erfessen überzeugt, dass das sepräische zwei Worte für die Warum-Frage hat.

00:28:55: Nämlich Manua und das ist die Frage was gewusst wird?

00:29:00: Rückblickend wäre im Deutschen eher das Warum wie ein Lama zu was wozu auf die Zukunft Funktional zu übersetzen wäre.

00:29:13: und dann verändert sich gerade diese Frage des Beters.

00:29:17: Und natürlich in der Christologie hätte das schon folgen, wenn das Kreuzeswort Jesu in die Richtung ging.

00:29:23: Wozu?

00:29:25: Mein Gott!

00:29:26: Hast du mich

00:29:26: vernassen?!

00:29:27: Das ist schon eine Anregung für meine nächste Karfreitagspredigt.

00:29:30: Vielen Dank dafür – das wusste ich nicht – bringt mich aber gleich auf die Frage wie man das denn als altester menschlicher Wissenschaftler rausfindet oder wie man diese Theorien entwickelt, was spät Mittel jung ist.

00:29:47: Ich kann mir vorstellen eine neue archäologische Fundespielende Rolle, klassische Philologie mag eine Rolle spielen bestimmt immer noch also so wie Sie jetzt vorgeführt haben.

00:29:59: ich frage mich ob es Instrumente der künstlichen Intelligenz gibt die einem dabei helfen Texte irgendwie anders zu ordnen?

00:30:09: Wie macht man das?

00:30:10: Ja, also das klassische Instrumentarium ist auf der einen Seite tatsächlich die Fidologie.

00:30:18: Über noch Rache hat Geschichte und das lässt sich entweder lexikalisch, also am Wort gebrauch oder auch grammatisch zeigen.

00:30:29: Also dort wo im alten Testament in der Hebräischen Bibel plötzlich eine Sachsbildung auftaucht oder ein Tempus gebrauch, wie er eher am Arameischen üblich ist.

00:30:40: Dann kann man das lokal erklären indem man sagt ja das System in einem Raum entstanden wo der Kontakt zum arameischen Dichter war.

00:30:48: Man kann es aber auch zeitlich erklären und sagen Ja dass Arameische trinkt seit dem sechsten fünften Jahrhundert immer weiter in den hebräischen Raum vor und das sind dann Aramaismen.

00:30:59: Oder es tauchen persische Lienwörter auf oder selten auch maikrische Lienwirte.

00:31:04: So

00:31:04: wie im Deutschen, dass man sagt Text aus dem achtzenden Jahrhundert da sind ganz viele französische Lienenwörtern.

00:31:09: Zwarze ist das Jahrhunderte, ganz viel Englisches darin.

00:31:12: Ja und oder grammatisch kann man auch in Deutschland sehen, dass plötzlich bei Kausalsätzen im Deutschen weil nicht mehr die Wort Umstellung vorgenommen wird sondern das im Deutschen immer mehr weil mit Hauptsatz konstruiert wird.

00:31:28: Das

00:31:28: englische Modell?

00:31:29: Aus

00:31:29: dem englischen Comment und ähnliche Phänomene hat man sprachlich auch im biblischen Hebräisch, wenn denn das überhaupt eine Sprache war.

00:31:38: Da hatten wir es auch schon mal drüber und da halt nehm ich wie weit biblische Hebräsch überhaupt eine echte Spracherwarte gesprochen wurde.

00:31:45: Genau weil Sie sagen dass ist eine Kunstsprache?

00:31:48: Ja!

00:31:48: Das weiß auch nicht jeder.

00:31:50: oder ich wusste

00:31:50: es auch nicht,

00:31:53: dass das biblische Ebräisch, das sich nun immer wieder mehr oder weniger erfolglos aber doch mit heißen Bemühen versucht habe zu lernen eine gelehrten oder intellektuellen Sprache

00:32:04: und eine

00:32:04: heilige Sprache.

00:32:05: Genau!

00:32:05: Und der Hintergrund ist, dass die Bräische eben zunächst nur in seinem konsonanten Bestand überliefert wurde – über Jahrhunderte – und die Aussprache mündlich weitergegeben wurde so, jenigen, die die Texte gelesen oder vorgelesen haben wussten wie zu lesen ist.

00:32:23: Das aber mit großem Abstand dann mit Abstand von mehreren Jahrhunderten sogar die Text in einer zweiten Phase vokalisiert wurden und dann eine Aussprachetradition normiert wurde, die aber aus der später Antike und dem frühen Mittelalter stand und auf antike Texte angewendet wurde.

00:32:41: Man stellt sich vor dass Deutsche da würden nur die Kontonanten überliefert und das andere dazu geht ja So maligiers

00:32:49: heute aussprechen und sicher sind, Luther hat es so nicht ausgesprochen.

00:32:54: Insofern muss man auch beim Hebräischunterricht immer großherzig sein und sagen ob das so gelesen wurde oder so geliesen wurde – wir wissen's nie!

00:33:02: Aber andere Möglichkeiten zur Datierung von Texten sind Vorstellungen, Gottesvorstellung.

00:33:09: Leuchtet bei ein Alterstermittentext noch durch?

00:33:13: Das ist da neben dem Gott Yahweh noch eine Göttin.

00:33:17: eine Annat, ein Mondgott Jarreach, einen Sonnengott Chemisch gehabt?

00:33:22: Oder ist das bereits soweit ausradiert oder nivelliert, dass wir von einem fortgeschrittenen religionsgeschichtlichen Stadium ausgehen können.

00:33:35: Jetzt würde ich gerne mal besser verstehen wie man sich das praktisch vorstellen kann.

00:33:40: Wir haben also jetzt nicht einen einzelnen Autor schon gar nicht ein Mose der fünf Bücher geschrieben hat, aber auch nicht einen J, ein E, ein P, ein DT.

00:33:51: Sondern wir haben Redaktionsgruppen... Da stelle ich mir natürlich ein Newsroom vor und Redakteure in dieser zusammen sitzen.

00:34:01: So war es sicherlich nicht!

00:34:03: Wo haben welche Menschen wie gearbeitet damit am Ende Text daraus kam?

00:34:09: Was wissen wir

00:34:09: davon?!

00:34:11: Ja, also man ist weitgehend auf Analogien aus dem Alte-Orentalischen Raum, aus dem Ägyptischen Raum.

00:34:19: Teilweise auch auf den Tischschenraum gewiesen und kommt dann an den Königshof als einen Ort wo Schreiber tätig waren.

00:34:29: Wo es die Infraktor dafür gab?

00:34:32: Wo es Geld gab?

00:34:33: Wohin man auflisten musste wie viele Schafe als Steuer zu entrichten sind... Wachen Silber an den Königshof zu liefern sind.

00:34:44: Also es ist zunächst mal Archivare, dann haben

00:34:48: wir

00:34:49: Steuerbeamte auch Militären also dort wo Statistik nötig war.

00:34:56: Statistika war auch nötigt am Tempel nämlich die Opferzählen, die Opfe aufzulisten, auch Rituale aufzuzeichnen, auch Gebet Formulare, also für Menschen die zum Tempel kamen und dann dort mit einem Priester zusammen ein Gebet sprachen.

00:35:15: Das lief wahrscheinlich auf der Basis von schriftlich fixierten Ritualen.

00:35:21: Also wesentliche Orte wären Der Königshof, der Tempel vielleicht auch noch gelehrten Schulen Also wo dann entsprechende Schreiber ausgebildet wurden.

00:35:34: Aber wer hätte die finanziert?

00:35:36: Auch wieder der Königshofen oder der Tempel.

00:35:39: Für das Antike Israel haben wir da kaum Belegeln und müssen deswegen auf Analogegesellschaften in der Antike schauen, kommt dann eben in den Mesopotamischen und den Ägyptischen Raum wo solche Schulen-Schreiberschulen gelehrten Schulen existierten?

00:35:58: Es gibt ja wenn ich mich recht entsinne beim Propheten Hirimiya die Geschichte wie aus einem Prophet seiung ein Buch wurde über einen Schüler.

00:36:09: Wie ist das denn bei den Propheten?

00:36:12: Da hat man immer noch als Protestant diese romantische Vorstellung, dass es so nonkonformisten gewesen sei und hätte die auf soziale Widerstände Probleme hingewiesen hätten.

00:36:26: Die gehörten ja dann aber auch als Propheten in diesem Tempel- und Königsbereich dazu.

00:36:31: Das war neben den Steuerbeamten Ritualvollziehen eine weitere Gruppe, die dort ihren Ort hat.

00:36:38: Ja also zu einem ordentlichen Königshof gehören Orakelpriester und Orakelkriesterinnen oder wir können auch sagen Prophetin und Prophetin.

00:36:50: Auch Frauen

00:36:52: gehören dazu auch sogar im antiken Israel.

00:36:54: also man hat es im zweiten Königsbuch mit der Prophetin Hulda Und die Königshöfe in Israel, also sei es in Jerusalem oder Samaria sind vom Maßstab hier zwar sehr viel kleiner als die Königshöfe in den Mesopotanischen und auch Ägyptischen Großreichen aber von ihrer Struktur ähnlich.

00:37:14: Das heißt das gab dort Menschen, die als Kultprophetin angestellt waren und bestimmte Orate gegeben haben.

00:37:24: Diese Oraten wurden auch aufgezeichnet vor allem dann wenn Ein angekündigtes Ereignis tatsächlich auch eingetroffen ist, sprich das ein hohes Not bekommen oder eine Pest oder dass ein Sieg in der Schlacht erhoben wurde.

00:37:38: Diese Orakel wurden aufgezeichnet.

00:37:40: Die anderen die daneben gegangen sind... Die

00:37:42: hat man eher beiseite getan.

00:37:47: und jetzt wurden in späterer Zeit diese aufgezeichneten Orakle aktualisiert.

00:37:53: Das heißt zunächst wurden dieser einzelnen Oracle gesammelt nach Stichworten addiert und schließlich für eine spätere Zeit kommentiert.

00:38:05: Da kommen die Redaktoren ins Spiel, ihre redaktoren bewahren den Uratel, aktualisieren sie und kommentieren Sie.

00:38:12: in neuer zeitgeschichtlicher Situation werden sie wieder kommentiert und erweitert.

00:38:19: Wir leben weiter indem sie weiter ausgedeutet werden, von weiteren Propheten, Priestern, Gelehrten die am Hof oder am Tempel...

00:38:32: Ja und das Interessante ist, dass verselbstständigt sich.

00:38:37: Nämlich auch nach der Zerstörung des Josalemma-Tempels und der Zerstörung des Königspalastes und überhaupt des Künichtums.

00:38:45: fünfundundachzig lieben diese Texte fort.

00:38:48: Sie gehen zum Teil mit ins Babylonische Exil oder ins Ägyptische Exilen werden dort fortgeschrieben und wieder aktualisiert und auf neue Situationen hinadaptiert.

00:38:58: Und dieser Fortschreibungsprozess dauert bei einzelnen Büchern tatsächlich mehrere hundert Jahre, bis er dann unter Umständienung nicht ganz geklärt sind eingefroren sind.

00:39:09: Eingefroren wer mehr?

00:39:11: Dann kann ich mir eben vorstellen wir sprachen fing vor einigen Minuten an darüber zu sprechen was die zweite Schwierigkeit ihres Buchwarms ist und das in einen Gesamtbild einzuzeichnen.

00:39:22: Kaum möglich, aber nicht unmöglich es für einzelne Bücher durchaus nachvollziehbar zu machen.

00:39:29: Ja, in einzelnen Büchern die auch als solche tradiert wurden geht es also beispielsweise beim Buch Jop.

00:39:38: Ihr Lieblingsbuch?

00:39:39: Das ist... Da haben wir am meisten

00:39:41: zugearbeitet, sagen Sie das

00:39:42: mal kurz.

00:39:42: Ja bei Jop geht's eben mit meiner Dissertation los und endet in meiner Kommentierung des Buches.

00:39:52: Da ist es so weit möglich, die Analyse in die Synthese zu überführen als man sie mit einem auf einer Rolle

00:40:01: in sich abgeschlossenen

00:40:03: Werk hat.

00:40:03: Und da meine ich zeigen zu können dass die Anfänge bei einer großartigen Dichtung stehen die mit Hyops Klage in Poesie in Kapitel drei beginnt und mit der ersten Gottesredenkapitel thirty-eight endet, ähnlich einer christischen Tragödie.

00:40:23: Keine narrative Einleitung!

00:40:25: Es geht gleich im Ersten Kapitel mit einer poetisch gefassten Rede los und aus dieser ergeben sich alle weiteren Fragen... ...in einer Parallelüberlieferung des sogenannten Hyopstoffs also Der Erzählung eines leidenden gerechtener Unverschuldet, seinem Besitz eine Gesundheit verliert und aufgrund der Frömmigkeit später wieder in den ursprünglichen Stand gesetzt wird.

00:40:51: In einer Parallelüberlieferung ist das prosage-nativ gefasst.

00:40:58: Und erst in einem weiteren jetzt Redaktionsgang nämlich von Redaktoren die all das literarisch vorhandene sammeln wollen, mit der, ich nenne sie hier Obtragödie verknüpft.

00:41:13: In denen die Erzählung aufgeteilt wird in einen Prolog und einen Epilog.

00:41:20: Man kann die Differenzen bis heute spüren und wahrscheinlich haben die Redaktoren auch bewusst diese Differenz stehen lassen um das Lesepublikum am Entstehungsprozess teilhaben zu lassen.

00:41:34: Denn es waren ja eben nicht nur Texte die geschrieben wurden und dann auch lang wollen, sondern die eben auch vorgelesen.

00:41:42: Und

00:41:43: im Eigenstudium selbst gelesen werden sollten.

00:41:45: Sie

00:41:45: wurden vorgelessen, sie wurden memoriert, sie wurde dann auch auswendig gelernt und sie wurden aber weiter fortgeschrieben in kleinen Kreisen das Systemiobuch dann auch noch geschehen.

00:42:00: es ist dann im Bereich der Das Prologus und das Epilogswort geschrieben worden, es ist auch im Bereich der Dichtung fortgeschrieben worden.

00:42:08: Es ist eine zweite Gottesrede dazu gekommen.

00:42:12: der himmlische Ankläger, der Satan dazugekommen, der in einem Ältestartium noch nicht da war.

00:42:18: Es kommen neue theologische Ideen dazu und neue Deutungen jetzt speziell der Frage woher denn das Leiden, das Gerechten ist das Gott selbst?

00:42:27: so dass es vermittelt der Satan.

00:42:29: also erscheinen sich spätere theologischen Überzeugung dort ein.

00:42:36: Ich gucke schon mal, dass wir so langsam den Bogen schließen und versuche einmal für mich ein Bild zu gewinnen was in der alttesten menschlichen Wissenschaft geschehen ist seit meinen glorreichen Studienzeiten.

00:42:46: Und stelle fest es hat sich radikal revolutionär vieles wirklich umgekehrt und ein neuer Blick ist deutlich geworden.

00:42:56: Einerseits kann man fragen, warum hat die Öffentlichkeit sich da nicht überaufgeregt?

00:42:59: Was Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen da treiben.

00:43:01: Das andere ist aber auch... Man könnte natürlich mit ein bisschen Abstand sagen, naja!

00:43:06: Unabhängig erfüllt von dem, was sie wissenschaftlich tun.

00:43:09: Dieser neue Blick auf das alte Testament passt ja eigentlich ganz gut in unsere Zeit.

00:43:14: also Pluralisierung.

00:43:16: es geht nicht mehr um den einzelnen Autor und das geniale Individuum.

00:43:20: Es geht auch nicht darum jetzt einen authentischen Ursprung zu finden sondern alles ist historisch im Fluss.

00:43:27: Es geht auch nicht mehr so sehr darum, das kannte ich noch im Studium.

00:43:30: Dass man ständig das genuin-israelitische Abgrenzen muss von dem nur altorientalischen, sondern man ist viel toleranter pluralistischer unterwegs.

00:43:40: Würden Sie es auch sagen oder wollen jetzt nicht dass sie bloß einen Zeitgeist abbilden aber dass diese jetzige Sicht auf das alte Testament eigentlich gar nicht so schlecht in unsere heutige Zeit passt?

00:43:52: Ja natürlich jede Geisteswissenschaftliche Forschungsrichtung, Forschungserkenntnis ist und vielleicht steht das so auch für naturwissenschaftlichen Erkenntnisse.

00:44:04: Und Methoden sind kontextabhängig.

00:44:08: Das heißt wir betreiben immer kontextuelle Exegesen können uns gar nicht von unserer eigenen Zeit suspendieren.

00:44:16: Das hat die frühere Forschung nicht getan.

00:44:19: wenn sie beispielsweise nochmal bei Wellhausen anzufangen zur, sagt es die Anfänger der Literatur und die Reichsgründung hängen zusammen in den Sehnsich und Folgen.

00:44:33: Oder dass Martin Not den Führer Mose in den neunzehntvierziger Jahren total destoierte so das von Mose nur noch die Notiz seines Grabes und seine ausländischen Frau übrig blieb also aus dem großen Führern Nur noch der unbekannt bestattete Scheich wurde, ist Zeitgeschichte verdient.

00:44:56: Mit einer ausländischen Frau?

00:44:57: Ja!

00:44:58: Das Martinot das Jahr der absoluten, der totalen Katastrophe als Ursprung des Deutonomistischen Geschichtswerks sah ist auch zeitgeschichtlich bedingt.

00:45:10: Die Prophetendeutung, die in den neunztadssechziger Jahren kommt, rekoriert auf der Erfahrung von neunzentvierzig im Folgejahren und insofern ist es auch die gegenwärtige Exegesen.

00:45:22: natürlich nicht unabhängig vom allgemeinen Geistes- und kulturgeschichtlichen Perspektiven.

00:45:30: aber es scheint doch so zu sein dass die Altestermitieliteratur eine sich ständig selbst regenerierende Fortschreibungsliteratur ist und dass das Besondere im Leben und Überleben ihre Traditionsgemeinschaft besteht.

00:45:50: Also wenn man fragt, was unterscheidet den alten Orient und das Antike Israel?

00:45:55: Das antike Israel hat als Überliefungsgemeinshaft überlebt bis heute während von den alter- und talischen Gesellschaften abgesehen von ein paar abgefahrenen Osiris-Anhängern oder Anhängerinnen, die es ihrem Leben mag.

00:46:10: Keine Überlieferungsgemeinschaft, keine liebendige Glaubensgemeinsschaft mehr besteht?

00:46:17: Mein theologischer Held Ernst Holsch hat vor hundert Jahren mal gesagt das alte Testament ist der Quelk und der Theologie Und das kann man ja beziehen auf die Texte des alten Testaments.

00:46:30: aber auch die Wissenschaft Ist ja interessant Sie haben es ja nur angedeutet, wie eben die Erforschung des Eiten Desirements sich von Generation zu Generation wirklich grundlegend verändert.

00:46:45: Und das ist aber jetzt nicht nur so zeitbedingt und ein Zeichen dafür dass da nicht ordentlich gearbeitet wird sondern zeigt natürlich auch, dass jede Generation neue Fragen stellt.

00:46:55: bei unserer Generation mag es so sein, dass wir viel weniger von normativen Vorgaben geprägt sind viel freier darüber nachdenken können, was ist alt?

00:47:04: Was ist spät.

00:47:05: Was ist redaktionell?

00:47:07: Was hat jemand wirklich geschrieben und was ist im Horizont des altorientalischen Instands?

00:47:12: oder was hat einfach auch alt orientalische Vorbilder?

00:47:15: das wäre in den fünftiger Jahren nicht so möglich gewesen oder

00:47:20: ja natürlich es hängt mit der gesamten Theologie-Geschichte zusammen auch mit dem Einfluss systematischer Theologie auf die Hexegee, sondern natürlich ist auch bei Hexegeten immer wieder zu fragen wo sie dann systematisch theologisch eigentlich herkommen.

00:47:38: Aber insgesamt hat sich der Blick geweitet auf ökomenisch.

00:47:47: Die Zusammenarbeit von evangelischen und römisch-katholischen Exegeten ist sehr, sehr viel enger geworden.

00:47:53: Auch die Zusammenarbeit mit jüdischen Exegeten an Exegetinnen.

00:47:58: Und dadurch kommen natürlich auch unterschiedliche Auswägungstradition zusammen.

00:48:02: Also das Beispielsweise in protestantischer Bibelauswägungen jetzt sehr viel stärker wieder nach Tradition gefragt wird.

00:48:12: Text-Koppera neben der Hebräischen Bibel, also Septurginter und Vulgatern der Zainische Bibel hängt natürlich auch mit der Begegnung evangelisch und katholische Exegese zusammen.

00:48:24: Das sehr viel stärker rabbinische Schriftauslegung betrachtet wird – die mibischen Texte schon als Mitrasch zu bezeichnen!

00:48:31: Also Fortschreibung innerhalb der Bibel, wie man es dann aus dem Talmut kennt und daraus die Mitrasch selbst hängt natürlich auch damit zusammen.

00:48:40: Das ist eine viel hängere Zusammenarbeit zwischen jüdischer Exegese und christlicher Exegise gibt.

00:48:47: Alles Fortsschritte eigentlich?

00:48:48: Ja, natürlich!

00:48:49: Und das geht auch noch weiter.

00:48:51: Es intensiviert sich jetzt so in den letzten Jahren der Austausch mit orthodoxer... ...mit orthodoxen Bibel zugängen was man bisher immer abgetan hat und gesagt hat, das sei Doxologie.

00:49:05: Aber es ist auch eine Form von Theologie, eine andere als die jetzt nach historisch kritischen Prinzipien verlaufende westliche Bibelausbildung.

00:49:15: also dass so ein Schritt in die Zukunft auch die orthodoxie einzubeziehen.

00:49:20: Sehr interessant!

00:49:22: Jetzt haben wir über einige Grundschwierigkeiten ihres Vorhabens gesprochen.

00:49:27: Wir haben aber auch festgestellt, diese Schwierigkeiten verdanken sich ja großen Fortschritten und sind ja rasend interessant erstmal.

00:49:37: Haben sie trotzdem eine Perspektive bei aller Komplexität und Schwierigkeit wie dieses Werk jetzt das Sie sich vorgenommen haben nicht alleine?

00:49:46: Eine Literaturgeschichte altchestermenschlicher Bücher wie das trotzdem irgendwie.

00:49:56: Wir wollen es für die gesamte israelitische Literatur machen, die Kanonstgrenzen bewusst aufbrechen.

00:50:03: Auch das wieder in Hand denen und an Wellhausen ist eine israelitische jüdische Geschichte.

00:50:10: Also wie das in diesem Leben gelingen kann, da bin ich mir im Moment ein Loch im Zweifel.

00:50:17: Ich treffe mich jetzt in den nächsten Tagen mit den Kollegen die an dem Unternehmen beteiligt sind und wir müssen einfach mal überlegen, wie man von der Analyse zur Synthese kommt.

00:50:30: Und das Herausforderde ist, wie Man die Fortschreibung so interpretiert dass der fortgeschriebene Text in seiner neuen Konfiguration lebendig wird.

00:50:44: Und dass für jede einzelne Fortschreibung immer wieder die Veränderungen, nicht nur der Gattung und das Aussagegehalt sondern der gesamten Gestalt deutlich wird also wie dieses Papetum-Mobilé dargestellt werden kann.

00:50:57: Das ist ja eine Herausforderung und wie es gelingen kann, das würde die Zukunft zeigen!

00:51:03: Wir wünschen viel Glück.

00:51:06: aber ich einlede hätten Sie schon mal Jetzt zum Schluss eine kurze Frage.

00:51:12: Sie dürfen ein bisschen zusammen machen, vielleicht etwas was sie schon in dieser Richtung geschrieben haben das interessant wäre für unsere Leser erhöherinnen und höheren und auf etwas anderes wo sie sagen würden dass verdiente mehr Aufmerksamkeit.

00:51:26: Naja, also wenn ich Werbung dann für meinen Predigt wartet.

00:51:33: Gott als Rätsel!

00:51:34: Denn ich bin als Exegäte der Überzeugung dass die Predigt der Gradmessern für die Qualität der Exegese sein muss.

00:51:46: nicht das die Exegeser auf die Kanzel gehört aber sie muss hinter der Predigt stehen.

00:51:50: Also Gott als rätsels Das wäre zu empfehlen.

00:51:56: Ja, es

00:51:56: passt ja dann auch noch mal zur ihrer Grundauffassung von israelisch-hydischer Literatur dass das jetzt lebendige gesprochene gedeutete gepredichte Texte sind Und insofern ist jetzt der Wechsel vom Exegeten zum Prediger bei Ihnen Ihr Einheit, der sich aus dem Material mit dem sie zu tun mehr gibt.

00:52:18: Natürlich!

00:52:19: Also das Material ist kein starres, kein totes sondern es lebt und es lebe eine Begegnung mit dem Text die der einzelnen Art des Begeg... Es lebt in einer Begegenung ne Sprache über diesen Text also im Dialogischen und im Verkündigen natürlich.

00:52:38: Und wenn Sie noch Werbemachen wollten, sollten Dürften für was anderes mit diesem Thema zu tun hätte.

00:52:45: Rohrer würden Sie gerne hinweisen?

00:52:47: Ja natürlich!

00:52:48: Wenn die Hörer dieser Sendung eine Entstehung der Bibel lesen wollen dann gibt es von Konrad Schmied und von Jens Schröter ein sehr schönes Buch.

00:53:00: heißt auch die Entstehen der Bibela ist dann auch das neue Testament mit dem Blick.

00:53:07: Und als letzte Leseempfehlung mein zweites Lieblingsbuch des Alttestaments und das ist Jesus Irak.

00:53:15: Ja, darüber müssten wir meinen eigenen Podcast machen.

00:53:20: ein wunderbares Buch!

00:53:22: Vielen herzlichen Dank lieber Markus Witte.

00:53:24: vielen dank allen die zugehört haben Auf Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

00:53:30: Ein kleiner Hinweis noch wer sich ein bisschen aufm lauchenden halten lassen will was bei Reflab dem der Plattform auf der dieser Podcast gesendet wird entsteht der kann einen wunderbaren Newsletter bestellen und verpasst nichts mehr.

00:53:47: bis dahin alles Gute und auf Wiederhören!

00:53:50: Tschüss.

Über diesen Podcast

Die Kultur der Gegenwart ist voller Religion – ob es einem gefällt oder nicht. Das Gute daran: Es schafft Anlässe, mit ganz unterschiedlichen Menschen Gespräche zu führen. Über überraschende kulturelle Entwicklungen, tolle neue Kunstwerke oder aktuelle Konflikte. Nicht als journalistisches Frage-Antwort-Spiel, sondern als gemeinsames, ernsthaft-unterhaltsames Nachdenken. Alle zwei Wochen mit Johann Hinrich Claussen und immer einem anderen Gast.

von und mit Johann Hinrich Claussen

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