Philine Claussen: Stricken als Lebenskunst
Es ist nicht zu übersehen: Das Stricken erlebt eine Renaissance. Mit der Corona-Pandemie hat es für viele angefangen. Sie wollten die leere Zeit sinnvoll verbringen. Heute ist es ein gutes Mittel gegen übermäßigen Handy-Konsum und die Anstrengungen der alltäglichen Unruhe. Es ist eine ganz einfache Tätigkeit, zugleich aber kann man Stricken als Ausdruck einer modernen Lebenskunst verstehen.
Sie setzt sich ab von Arbeitsstress und Konsumgier, genießt ein ruhiges Tun, hat gar nichts gegen viele Wiederholungen einzuwenden, teilt diese Freude mit anderen und ist dabei ganz bei sich. So ist Stricken das Symbol eines nicht mehr entfremdeten Lebens. Man kann sich sogar fragen, ob im Stricken nicht auch ein spirituelles Element steckt.
Kommentare
Neuer Kommentar